Mein heutiges Sonntagssüß – ein Frühstücksklassiker namens Hefezopf

Als ich noch in Deutschland gewohnt habe, da gab es genau ein Mal im Jahr Hefezopf, nämlich an Ostern. Seit dem ich in der Schweiz lebe hat sich mein Zopfverbrauch doch erheblich gesteigert und ich, schlau wie Schlange (Danke Harrie, ich liebe diesen Ausdruck), habe jetzt mal ganz hausfraulich drei Zöpfe gebacken: Einen für’s heutige Sonntagsfrühstück und die anderen beiden wanderten tapfer in die Tiefkühltruhe aus der ich sie dann an den nächsten Sonntagen retten werde.

Das Rezept dazu findet Ihr hier.

Ich wünsch Euch einen wunderbaren Sonntag mit viel Süss und ich guck mir gleich mal an, was die anderen backverrückten Bloggerinnen aus Zucker, Mehl und Milch so gezaubert haben.

Alles Liebe!

Mein Sonntagssüß: Pancakes mit Banane und Ahornsirup

Guten Morgen! Jahaaa. Ich bin’s. Heute schon mal am Sonntag, denn ich mache bei der wunderbaren Initiative Sonntagssüß mit. Eine wunderbare Aktion, bei der bestimmt auch Dir das Zuckerwasser im Munde zusammenläuft. Viele toller Bloggerinnen machen mit und Ihr sowohl auf Facebook, als auch auf Pinterest die süssen Rezepte und liebevoll geknipsten Fotos finden, liken, nachbacken oder selbst mitmachen.

Jetzt zu meinem Sonntagssüß – wie Ihr wisst bin ich ja grosser Pfann’kuchen-Fan. Erinnert Ihr Euch noch an das Battle dünn gegen dick? Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, welche ich lieber mag. Was ich aber sicher weiss, ist, dass die Pancakes von heute morgen ein absoluter Knaller sind. Ob mit oder ohne karamellisierter Bananenpampe – einfach köstlich. Danke an dieser Stelle an die liebe Antje, die dieses Rezept aus einem ihrer traumhaften Urlaube mitgebracht hat.

Zutaten für 15 kleine Pancakes:
250g Mehl
30g Zucker
1 Prise Salz
25g Backpulver
20g geschmolzene Butter
200ml Milch
2 Eier
4 Eiweiss

1-2 Bananen
1 EL Butter

Zubereitung:
1. Mehl, Zucker, Salz und Backpulver miteinander vermischen.
2. Unter leichtem Mixen Milch, die ganzen Eier und die geschmolzene Butter hinzugeben. Gut weitermixen bis der Teig schön glatt ist.
3. In einer anderen Schüssel die vier Eiweiss steif schlagen und nach und nach vorsichtig unter den Teig heben.
4. In einer Pfanne den EL Butter schmelzen lassen und die in kleine Scheiben geschnittene Banane von allen Seiten karamellisieren. Dann etwas vermanschen und unter den Teig rühren. (Tipp: Ich habe die Hälfte des Teigs bananenfrei gelassen, denn Banane ist nicht jedermanns Sache)
5. Etwas Butter in einer weiteren Pfanne erhitzen. Je nach Grösse der Pfanne kann man bis zu drei Pancakes pro Pfanne braten. Mit einem Esslöffel den Teig in die Pfanne geben. Nach ca. 2 Minuten wenden, so dass die kleinen Cakes rundherum schön goldbraun sind.

Ahornsirup darüber verteilen und mhhh… das Sonntagsfrühstück ist perfekt.

Einen schönen Tag wünsch ich Euch und ich freu mich schon auf  Euer Sonntagssüß!

 

English Breakfast mit köstlichen Scones

Wunder gibt es immer wieder. Anders kann ich das nicht nennen, denn eigentlich möchte mein Lieblings-Koch am Sonntag immer zwei Gipferli (=Croissant), nen Kaffee und frischgepressten O-Saft. Diesen Sonntag gab es da einen anderen Wunsch. Scones sollten es sein. Aber mit Himbeeren. Ohhh…ja, wir machen ein englisches Frühstück oder Five o’clock Tea. Zu früh gefreut. Denn natürlich sollte es Kaffee statt Tee geben. Am Samstagabend – zwischen ausgedehntem Stadtbummel und Harry Potter-Film – habe ich dann mit unserer neuen KitchenAid (quiek – die ist sooo toll) den Teig gerührt…äh…eher rühren lassen.

Ich schieb es jetzt einfach mal auf meine Freude und Faszination über meine neue Küchenhilfe, dass ich mit kompletter Überzeugung auch die Himbeeren zum Teig gegeben habe und die Maschine ordentlich hab rühren lassen. Das Ergebnis: knallroter Teig. Ahhh…so können doch keine Scones aussehen. Und gleich fängt Harry an zu zaubern. Schnell, schnell…Teig raus aus der Schüssel, rein in kleine Förmchen, ab damit in den Ofen. Und fertig war das Himbeerbrot.

Also, passt auf mit den Beeren. Ansonsten ist das Rezept in à la delicious days.

Zutaten für ca. 6 bis 8 Scones:
200g Mehl
1,5 TL Backpulver
2,5 Suppenlöffel Zucker
0,5 TL Salz
60g kalte Butter
150 ml Milch (1,5% Fett)
1 Eigelb
1 Suppenlöffel Milch

50g kleine getrocknete Früchte, z.B. Cranberries oder eine Hand voll gefrorene Himbeeren

Zubereitung:
1. Backofen auf 220 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
2. Mehl, Backpulver, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen.
3. Die kalte Butter in kleinen Würfeln unter ständigem Mixen zur Mehlmischung geben und so lange weiter mixen, bis die Butterstücke nur noch winzigklein sind.
4. Immer weiter mixen und nach und nach die Milch hinzugiessen.
4. An dieser Stelle die Trockenfrüchte unterheben oder ganz vorsichtig die Himbeeren (Ihr habt ja oben gelesen, was passiert, wenn man hier unachtsam ist) 🙂
5. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig auf ca. 3 cm Dicke bringen und mit einem kreisrunden Keksausstecher (ca. 5 bis 6 cm Durchmesser) die Scones ausstechen. Tipp: den Ausstecher immer wieder mit Mehl bestäuben, dann klebt der Teig nicht so)
6. Die Scones auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
7. Eigelb und Milch vermischen und mit einem Pinsel auf den Scones verstreichen.
8. Ab mit den kleinen Köstlichkeiten in den Ofen und nach ca. 13 Minuten sind sie fertig.
9. Auf einem Rost abkühlen lassen, aber wenn möglich noch lauwarm servieren. Mhhh. Delicious.

Einen wunderbaren Wochenstart für Euch!

Selbstgemachte Canebullar gehören auf jedes Schweden-Buffet

Fleissige Blog-Leser/innen werden sagen: Kenn ich schon. Hab ich doch schon zig mal nachgebacken, weil die sooo lecker sind. Und für alle Neulinge hier: Keine Sorge, es wird hier nicht ein und dasselbe Rezept ständig zweitverwertet, aber in diesem Fall muss ich es einfach noch einmal posten, denn ich habe die Mengen im Rezept etwas verändert und auch backe ich die Schnecken nicht mehr einzeln auf dem Backblech, sondern alle zusammen in einer Auflaufform, dadurch vermeidet man mögliches Austrocken. Und der Teig ist eine 1. Kleine Kleberei. Kein Gebröckelei.

Zutaten für ca. 25  Schnecken:

Für den Teig:
500g Mehl
etwas mehr als ein Tütchen Trockenhefe
1/4 l Milch
50g Butter (geschmolzen)
35g Zucker
1 gehäufter TL Kardamom

Für die Füllung:
5 gute  EL Butter
3,5  EL Zucker
2 TL Zimt

Zubereitung:
1. Die Butter in einem Topf zerlassen. Milch dazugeben.
2. Wenn die flüssige Butter und die Milch „handwarm“ sind in eine Schüssel gießen, Hefe hinzugeben, Mehl, Zucker und Kardamom dazu geben und alles mit den Knethaken des Mixers ordenltich kneten.
3. Den Teig aus der Schüssel nehmen und noch einmal ordentlich mit den Händen bearbeiten, schlagen, drücken und wieder schlagen – hach, was für eine Freude. Den Teig zurück in die Schüssel legen, mit einem Handtuch abdecken und 40 Minuten ruhen lassen.
4. Für die Füllung: Butter, Zucker und Zimt miteinander vermengen. Am einfachsten mit einer Gabel ordentlich vermischen.
5. Den Teig ausrollen. Keine Sorge, es geht supereasy. Der Teig ist ein Traum. Und gleichmäßig mit der Zimt-Butter bestreichen.
6. Den Teig aufrollen und in Scheiben schneiden.
7. Die Schnecken leichtandrücken und dicht an dicht in eine Auflaufform legen.
8.  Den Ofen auf 200 Grad vorheizen
9. Die Schnecken noch einmal 30 Minuten gehen lassen.
10. Die Schnecken ca. 10 Minuten backen.
11. Die köstlichen Zimtschnecken aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

In der Auflaufform servieren oder auf’s Buffet stellen und schnell zugreifen, denn eine lange Überlebenszeit haben die Schnecklein nicht.

Eine schöne Woche für Euch.

(Fotos: madamechoufleuse)

Kein Osterfrühstück ohne Hefezopf

War denn gestern schon Ostern? Nein, natürlich nicht, aber ich musste doch schon eine Woche früher ran, sonst wär’s ja für Euch zu spät…also, seit Jahren habe ich am Ostersamstag das gleiche Projekt: Einen Hefezopf zum Osterfrühstück backen. Es wird auch gar nicht mehr gefragt, überlegt, geschweige denn darüber nachgedacht, ob es am sonntäglichen Osterbrunch nicht auch mal etwas anderes sein darf. Oh Gott, oh Gott…diese Frage würd’ ich mich auch gar nicht trauen zu stellen. Schließlich mögen meine Eltern Traditionen und ich muss sagen, ich finde es auch herrlich, wenn ich mir das kommende Osterfrühstück vorstelle. Es ist ja nicht nur so, dass es zum reichhaltigen Brunch die obligatorischen Ostereier und den Zopf gibt, sondern auch die Bemerkungen, Befürchtungen und Weisheiten wiederholen sich jedes Jahr auf’s Neue:

„Mhhh…wirklich lecker der Zopf. Und überhaupt nicht trocken. Nein.“

„Aber heut muss er schon aufgegessen werden. Ja, also morgen ist der nicht mehr so lecker.“

„Nein, also wirklich, den kannst Du doch nicht mit Wurst essen. Das ist doch ein süßer Teig, der schmeckt doch am besten mit Marmelade.“

„Mit Butter schmeckt der Zopf doch immer noch am leckersten.“

Hach, ich freu mich darauf und neben den Zopfdiskussionen steht – wie sollte es an Ostern auch anders sein – natürlich das Frühstücksei im Mittelpunkt. Und das ist bei uns mindestens genauso herrlich, wie bei dem großartigen Loriot: „Ich hätte nur gern ein weiches Ei. Und nicht ein zufällig weiches Ei.“

In diesem Sinne: Freut Euch auf Ostern und auf zwei kurze 4-Tage-Wochen.

Zutaten:
500g Mehl
30g Trockenhefe
20g und 40g Zucker
¼ l lauwarme Milch

100g Butter

1 Prise Salz

1 Eigelb

Hagelzucker zum Verzieren.

Zubereitung:
1. Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und die Hefe in diese Vertiefung geben.

2. 20g Zucker und die Milch hinzugeben und alles mit dem Mixer (unbedingt die Knethaken nehmen) miteinander verrühren.

3. Die Rührschüssel mit einem Tuch abdecken, an einen warmen, trockenen Ort stellen und 15 Minuten gehen lassen. Während dessen die Butter in einem Topf langsam schmelzen lassen.

4. Die flüssige Butter, 40g Zucker und Salz zum Teig geben und wieder ordentlich mit den Knethaken durchkneten. Wer mag kann auch gern die Hände nehmen. Herrlich so ein Hefeteig.

5. Wenn alles gut verknetet ist, dann die Schüssel wieder mit einem Handtuch abdecken und weitere 15 Minuten gehen lassen.
6. Den Teig in drei gleichgroße Stücke teilen und sie zu langen Würsten rollen. Die drei gleichlangen Teigschlangen neben einander legen. An dem einen Ende die drei Schlangen aneinander drücken und einfach flechten. Die Enden wiederum aneinander drücken und gut verstreichen.

7. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Zopf vorsichtig darauf legen.
8. Das Ei trennen und den Zopf gleichmäßig mit dem Eigelb bestreichen. Hagelzucker nach Belieben darauf verteilen und den Zopf weitere 15 Minuten auf dem Backblech gehen lassen.

9. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
10. Den Zopf auf unterster Schiene ca. 20 bis 30 Minuten backen.

Den gewohnten Holzstäbchen-Trick anwenden und wenn kein Teig mehr am Stäbchen kleben bleibt, dann fix raus mit dem leckeren Osterzopf. Ein paar Minuten auf dem Backblech abkühlen lassen und dann auf einem Rost auskühlen lassen.

Wenn der Zopf gut abgekühlt ist, dann schlagt ihn am besten in Alu- oder Frischhaltefolie ein, damit er am Ostersonntagsfrühstück noch richtig schön saftig ist.

Und, gefällt Dir dieses Ostersamstag-Projekt?

(Fotos: madamechoufleuse)

Schon wieder Pfann’kuchen: Aber dicke!

Was? Schon wieder Pfannekuchen?
Naja, letzte Woche gab es dünne und heute gibt es dicke.

Warum das denn?
Weil meine Lieblings-Anika der Meinung war, dass IHRE Pfann’kuchen von letzter Woche unübertrefflich sind. Und das sind eben dicke.

Und?
Sie hat recht. Diese dicken kleine Dinger sind wirklich mega. Auch die Zutaten sind es, oder habt Ihr schon mal etwas mit Schmelzflocken gemacht? Ich nicht, und daher musste auch der picklige 15-Jährige aus dem Edeka um die Ecke einige Regale danach durchforsten. Verkauft er wohl auch nicht täglich.

Euer nächstes Frühstück wird ein Kracher. Los geht’s!

Zutaten für ca. 8 bis 10 Pfann’kuchen:
2 Eier
1/4 l Milch
1 TL Puderzucker (gehäuft)
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver
125g Schmelzflocken

Zubereitung:
Eier, Milch, Puderzucker, Vanillezucker und Salz mit,einander vermischen dann Backpulver und Schmelzflocken unterrühren. Ab geht’s damit in die Pfanne.

Also, such Deinen Supermarkt des Vertrauens nach Schmelzflocken ab, mach die Pfanne heiß und dann gibt es beim nächsten Sonntagsbrunch diese megaleckeren Pfannekuchen.

Vielleicht auch mit Showeinlage?

(Foto/Video: madamechoufleuse)

Köstlich: Fluffige, dünne Pfannekuchen

Kennt Ihr das? Ihr haut Freitags etwas eher aus dem Büro ab, als sonst unter der Woche üblich. Ihr bummelt noch ein Stündchen durch die Stadt und überlegt auf was Ihr abends Appetit habt. Nun ist es so, dass ich eigentlich immer auf ganz viel Appetit hab und mir die leckersten Dinge vorstelle, aber genau so oft ist es so, dass ich am Freitagabend alles andere lieber tun möchte, als noch in der Küche zu stehen und etwas zu Brutzeln, vor allem dann nicht, wenn ich alleine zu hause bin.

So auch letzten Freitag. Die TK-Pizza hatte es schon fast in meinen Einkaufskorb geschafft, als ich plötzlich an nichts anderes mehr denken konnte, als an Pfannekuchen. Abends Lust auf Süßes? Egal. Also, schnell  nach hause und den Herd anschmeissen.

Wie gut, dass man für gewöhnlich alle Pfannkuchen-Zutaten vorrätig hat.

Zutaten für ca. 15 bis 20 Pfannekuchen:
240g Mehl
4 Eier
1/2 l Milch
1 Prise Salz
1 Schuss Mineralwasser mit Kohlensäure

Apfelmus, Nutella, Banane, Apfel, Zimt und Zucker und was immer Du am liebsten auf den fluffigen platten Pfannkuchen magst.

Zubereitung:
Pfanne erhitzen, ein Stückchen Butter darin schmelzen lassen und zack, zack, zack eine knappe Kelle Teig gleichmäßig in der Pfanne verteilen, wenden, stapeln, bestreuen, bestreichen, belegen und essen.

Und, was gehört auf Deinen Pfannekuchen?

(Fotos: madamechoufleuse)