Kein Osterfrühstück ohne Hefezopf

War denn gestern schon Ostern? Nein, natürlich nicht, aber ich musste doch schon eine Woche früher ran, sonst wär’s ja für Euch zu spät…also, seit Jahren habe ich am Ostersamstag das gleiche Projekt: Einen Hefezopf zum Osterfrühstück backen. Es wird auch gar nicht mehr gefragt, überlegt, geschweige denn darüber nachgedacht, ob es am sonntäglichen Osterbrunch nicht auch mal etwas anderes sein darf. Oh Gott, oh Gott…diese Frage würd’ ich mich auch gar nicht trauen zu stellen. Schließlich mögen meine Eltern Traditionen und ich muss sagen, ich finde es auch herrlich, wenn ich mir das kommende Osterfrühstück vorstelle. Es ist ja nicht nur so, dass es zum reichhaltigen Brunch die obligatorischen Ostereier und den Zopf gibt, sondern auch die Bemerkungen, Befürchtungen und Weisheiten wiederholen sich jedes Jahr auf’s Neue:

„Mhhh…wirklich lecker der Zopf. Und überhaupt nicht trocken. Nein.“

„Aber heut muss er schon aufgegessen werden. Ja, also morgen ist der nicht mehr so lecker.“

„Nein, also wirklich, den kannst Du doch nicht mit Wurst essen. Das ist doch ein süßer Teig, der schmeckt doch am besten mit Marmelade.“

„Mit Butter schmeckt der Zopf doch immer noch am leckersten.“

Hach, ich freu mich darauf und neben den Zopfdiskussionen steht – wie sollte es an Ostern auch anders sein – natürlich das Frühstücksei im Mittelpunkt. Und das ist bei uns mindestens genauso herrlich, wie bei dem großartigen Loriot: „Ich hätte nur gern ein weiches Ei. Und nicht ein zufällig weiches Ei.“

In diesem Sinne: Freut Euch auf Ostern und auf zwei kurze 4-Tage-Wochen.

Zutaten:
500g Mehl
30g Trockenhefe
20g und 40g Zucker
¼ l lauwarme Milch

100g Butter

1 Prise Salz

1 Eigelb

Hagelzucker zum Verzieren.

Zubereitung:
1. Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und die Hefe in diese Vertiefung geben.

2. 20g Zucker und die Milch hinzugeben und alles mit dem Mixer (unbedingt die Knethaken nehmen) miteinander verrühren.

3. Die Rührschüssel mit einem Tuch abdecken, an einen warmen, trockenen Ort stellen und 15 Minuten gehen lassen. Während dessen die Butter in einem Topf langsam schmelzen lassen.

4. Die flüssige Butter, 40g Zucker und Salz zum Teig geben und wieder ordentlich mit den Knethaken durchkneten. Wer mag kann auch gern die Hände nehmen. Herrlich so ein Hefeteig.

5. Wenn alles gut verknetet ist, dann die Schüssel wieder mit einem Handtuch abdecken und weitere 15 Minuten gehen lassen.
6. Den Teig in drei gleichgroße Stücke teilen und sie zu langen Würsten rollen. Die drei gleichlangen Teigschlangen neben einander legen. An dem einen Ende die drei Schlangen aneinander drücken und einfach flechten. Die Enden wiederum aneinander drücken und gut verstreichen.

7. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Zopf vorsichtig darauf legen.
8. Das Ei trennen und den Zopf gleichmäßig mit dem Eigelb bestreichen. Hagelzucker nach Belieben darauf verteilen und den Zopf weitere 15 Minuten auf dem Backblech gehen lassen.

9. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
10. Den Zopf auf unterster Schiene ca. 20 bis 30 Minuten backen.

Den gewohnten Holzstäbchen-Trick anwenden und wenn kein Teig mehr am Stäbchen kleben bleibt, dann fix raus mit dem leckeren Osterzopf. Ein paar Minuten auf dem Backblech abkühlen lassen und dann auf einem Rost auskühlen lassen.

Wenn der Zopf gut abgekühlt ist, dann schlagt ihn am besten in Alu- oder Frischhaltefolie ein, damit er am Ostersonntagsfrühstück noch richtig schön saftig ist.

Und, gefällt Dir dieses Ostersamstag-Projekt?

(Fotos: madamechoufleuse)

7 Kommentare zu „Kein Osterfrühstück ohne Hefezopf

  1. Come ooon! Hätte ich das ein paar Stunden früher gesehen, hätte ich auch hier „unten“ in Moçambique noch die gute alte Schweizer Tradition hingebracht. Wunderbares Rezept – fürs nächste Mal 🙂

    Nebenbei: Osterzöpfe bei euch mit 3 Strängen?!
    Und – warum den Zucker in 2 Schritten zugeben? Macht’s einen Unterschied für einen weniger starken Hefegeschmack?

    1. (och, jetz hab ich realisiert, dass du aus DE bloggst – darum die 3 statt 2 Stränge! 😀 Aber ich bin überzeugt, der Zopf ist auch in der Schweiz gute Tradition :-))

  2. Noch lauwarm in eine Plastiktüte verpacken und ab in den Gefrierschrank. Am nächsten Tag herausnehmen und ausgepackt auftauen lassen. Zum Schluss gaaaanz kurz in die Mikrowelle. Schmeckt wie frisch aus dem Backofen. Oder schon um 5 Uhr aufstehen 😉

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