Heisst es jetzt Klaben oder Stollen? Egal, Hauptsache lecker. Danke liebe Tinka für dieses Rezept.

Ich hab’s getan. Zum aller ersten Mal. Ich habe mit Hefe gebacken … und es hat geklappt! Im Hinterkopf die Wort meiner Mutter, die dem Mysterium Hefe stets skeptisch gegenüber gestanden hat, hatte ich ganz schön Bammel, dass das nix wird. Mais voilà, hier ist mein erster selbstgebackener Klaben [auch Stollen genannt] nach dem Rezept meiner herzallerliebsten Omi.

Und jetzt zeig ich Euch mal, wie Ihr diese weihnachtliche Gaumenfreude herstellen könnt:

Zutaten Teig:

750 g Mehl
2 Päckchen Hefe
125 g Zucker
ca. 3/8 l lauwarme Milch
250g Magarine oder Butter
1 Prise Salz
abgeriebene Schale von einer Zitrone
250 g Rosinen

Zutaten Füllung:

200 g Korinthen
60 g Zucker
50 g gehackte Mandeln

Und so geht’s:

1. Das Mehl in eine Schüssel geben. In der Mitte ein Loch drücken. Darein die Hefe bröckeln, mit 1 Teelöffel Zucker, ein bisschen von der lauwarmen Milch und ein bisschen Mehl vermengen. Also damit quasi so ein „Matschhaufen“ in der Mitte der Schüssel entsteht. Aber nicht das ganze Mehl damit vermengen, das ist zuviel! Ein bisschen Mehl darüber stäuben und den Hefevorgang in der warmen Küche gehen lassen – ich habe dafür kurz meinen Backofen auf 80° geheizt, da meine Küche nicht die Witwe-Bolte-Durchschnittstemperatur aufweist. Warten, bis der Teig sich verdoppelt hat. Zugegebenermaßen schwierig, wenn alles irgendwie weißgräulich aussieht, aber ich hab nach ca. 20 Minuten einfach weiter gemacht – Augenmaß ist eben nicht so meine Stärke und meine Nerven lagen bereits blank. Ich hatte schon zwei Mal meine Oma angerufen, die mich mit den Worten „ich bin mir sicher, dass Dir das gelingt!“ zu beruhigen versuchte. Meine wiederholte Frage: „wie sieht das denn so aus, wenn das aufgeht?“.

2. Das Fett in der übrigen Milch flüssig werden lassen und dazu geben sowie sämtliche andere Zutaten, außer der Rosinen. Alles verkneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst. Zum Schluss die Rosinen darunter kneten. Den Teig ca. 1 – 1,5 Stunden an einem warmen Ort aufgehen lassen – hier habe ich wieder meinen Backofen zur Hilfe genommen.

3. Dann etwa 2 Finger dick zu einem langen schmalen Streifen ausrollen. In der Mitte eine längliche Vertiefung drücken und die vermischte Füllung hineingeben. Die beiden Seiten der Streifen übereinander legen, sodass die Füllung bedeckt ist.

4. Den Klaben mit Eigelb bestreichen und bei Mittelhitze (ca. 150°) etwa 60 Minuten backen.

5. Mit Puderzucker bestreuen.

Und wenn der Klaben abgekühlt ist, eine Scheibe abschneiden und mit Butter bestreichen – deliziös! Und zu Omi’s Geburtstag am Samstag kriegt sie ein schönes großes Stück ab – hat sie sich auch verdient angesichts meines Telefonterrors… und ins Ferne Züri habe ich auch ein Päckchen geschickt, mal sehen, ob es vor Weihnachten ankommt!

Danke liebe Tinka, ich glaube ich fühl mich jetzt noch weihnachtlicher.

Und habt Ihr schon einen Stollen bzw. Klaben gebacken?

 

(Fotos: Tinka)

3 Kommentare zu „Heisst es jetzt Klaben oder Stollen? Egal, Hauptsache lecker. Danke liebe Tinka für dieses Rezept.

  1. Und bitte nicht die Schreibvariante „Klöben“ vergessen … Aber ich glaube, die Weihnachtsvariante der Hefe-Rosinen-Geschichte läuft eindeutig unter Stollen. Obwohl ich Rosinen gegenüber sonst eher skeptisch bin zu Weihnachten ein Muss! Vielleicht ja bald auch mal selber gebacken …

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