Ein wunderbares Focaccia-Grundrezept aus dem neuesten Backbuch von Cynthia Barcomi

Wie gut, dass ich mich letzte Woche über die Elbbrücken zu meiner Freundin Julia nach Lüneburg gequält habe. Wunder… Wunder… Ich war abends gegen halb sechs nicht die Einzige, die sich in diese Richtung bewegte. Uuups. Anfängerfehler. Aber mit den drei Fragezeichen bewaffnet und der Vorfreude auf ein leckeres Geburtstags-Nachfeier-Essen verging die Fahrt dann – wieder „wunder… wunder…“ – doch ziemlich flott. Und Lüneburg ist ja so entzückend.

Noch entzückender war aber das Backbuch, das auf Julias Küchentisch lag: Backen, das neueste Werk von der wunderbaren Cynthia Barcomi. Wie magnetisch angezogen steuerte ich direkt auf den Küchentisch zu, um in dem hübschen Rezeptebuch zu blättern – und während ich ganz verträumt die kleinen und großen, süßen und salzigen, klassischen und extravaganten Backwaren bestaunte fiel es mir ein. Dieses Buch habe ich doch auch. Es muss im Regal, ganz unten stehen, noch eingeschweisst. Oh Gott, oh Gott… Wie toll, wie toll. Und noch viel toller: Julia hat die unglaublich leckere Focaccia gemacht – mhhh… die ganze Wohnung roch nach frischen Kräutern und sattem Olivenöl.

Pah, kein Wunder also, dass ich zu hause umgehend das Regal stürmte, das Buch aus seiner Folie riss, um damit dann glücklich in meiner Sofa-Sitz-Mulde zu versinken.

Wie gut, dass wir für ein Abendbrot mit Oliven, Salat, Gemüse- und Kräutercrèmes eingekauft haben. Zackizack den Hefeteig angesetzt, ungeduldig darauf gewartet, dass der Teig ordentlich wächst, danach über diesen extrem anhänglichen Gesellen (Cynthia warnt im Rezept schon vor dem fiesen Klebteig) geärgert, aber dann doch den Klebkampf gewonnen. Als dann endlich die schrille Eieruhr ertönte, war der Kampf mit dem Teig vergessen, denn die Focaccia schmeckte einfach sensationell.

Zutaten für ein Blech oder zwei runde Fladen (Ø 28cm):

350g Mehl, Type 550
350g Mehl, Type 405
1 Päckchen (7g) Trockenhefe oder 21g frische Hefe
1 EL zerstoßener schwarzer Pfeffer

450ml lauwarmes Wasser
100ml Olivenöl, extra vergine
2 TL Salz

Topping
2 EL Olivenöl
2 EL Wasser
2 TL grobes Meersalz
1 EL frischer oder getrockneter Thymian, gehackt
2 TL frischer oder getrockeneter Rosmarin, gehackt

Backpapier für das Blech

Zubereitung:
1. Die zwei Mehlsorten in einer Rührschüssel mit Hefe und Pfeffer vermischen.
2. Wasser, Olivenöl und Salz miteinander verrühren, zur Mehlmischung geben und mit dem Mixer mit Knethaken etwa 4-5 Minuten kneten. Schön geduldig sein, denn ein Focacciateig ist recht weich und klebrig.
3. Etwa einen Teelöffel Olivenöl in die Schüssel geben, den Teig darin wenden, bis er rundherum eingeölt ist, dann mit einem leicht feuchten Geschirrhandtuch abdecken und 1-2 Stunden gehen lassen. Am besten bis er sein Volumen verdoppelt hat.
4. Backblech mit Backpapier auslegen.
5. Den Teig aus der Schüssel nehmen und niederboxen. Der Teig kann direkt auf dem Backblech bearbeitet werden. Schön platt drücken, lang ziehen, damit der Platz des ganzen Blechs ausgenutzt wird. (Bei zwei runden Fladen, den Teig vorher teilen und die runden Focaccia auf das Backblech legen).
6. Mit dem Zeigefinger zahlreiche Vertiefungen in die Oberfläche der Focaccia  pieken (so kann das Olivenöl besser einziehen, mit dem das Brot bestrichen wird).
7. Das Olivenöl mit Wasser vermischen und die Focaccia großzügig damit bestreichen. Meersalz und Kräuter darüber streuen und  die Focaccia etwa 30 Minuten vor dem Backen gehen lassen.
8. Den Ofen auf 225 Grad vorheizen. Die Focaccia 20-25 Minuten goldbraun backen.

Und dann serviert Ihr dieses köstliche, würzige Brot zu Salaten, macht Sandwiches daraus oder präsentiert es als leckeren Snack für zwischendurch.

Guten Appetit!

Und all die Glücklichen, die Berlin ihr Zuhause nennen dürfen, die sollten unbedingt Barcomi’s Deli in Mitte und die Kaffeerösterei in Kreuzberg besuchen. Hübsch. Hübsch. Lecker. Lecker. Und für uns andere gibt es wenigstens einen kleinen Onlineshop und natürlich die grandiosen Backbücher. Tje, zaubern wir uns eben unser eigenes Barcomi-Feeling nach hause.

Fangt doch am besten gleich mit der köstlichen Focaccia an.

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