Meine Küche freut sich über neue Mitbewohner: 4 Stühle, hübsche Kissen und eine Herd-Arbeitsplatte aus Holz

Unter der Woche frei zu haben ist schön, aber auch sehr gefährlich. Gefährlich für die Finanzen. Das Wetter lädt ja leider nicht gerade zu vergnügten Radtouren oder langen Spaziergängen ein – aber nur in der Wohnung hocken? Auch blöd. Also haben wir ein kurzes regenfreies Zeitfenster ausgenutzt und sind strammen Schrittes in den Küchentempel Cucinaria marschiert. Mitten in Eppendorf (Straßenbahnring 12) können Küchen- und Kochfans in einer großzügigen Ausstellungsfläche die tollsten  Sachen entdecken. Von ausgewählten Kochbüchern, über viele kleine hübsche Kochutensilien, Töpfe und Pfannen, Backformen in jeglichen Formen, Küchen- und Kaffeemaschinen (alles natürlich todschick) bis hin zu einer großen Auswahl scharfer Messer, Geschirr und Holzbrettern. Auch ein kleines Café lädt zu einem leckeren Kaffee ein und in der Mitte befindet sich eine große Küche, in der Kochkurse und Espressoseminare stattfinden. Statt des gewohnten „Brauchen wir doch nicht“ oder  „Du hast doch Stiefel“ hörte ich von meinem Schweizer-Schatz von Zeit zu Zeit einen kleinen Begeisterungsjuchzer und dieses Mal war er es, der einige Wünsche äußerte. Auf dem letzten Tisch stapelten sich Holzbretter in allen erdenklichen Größen, Formen und Maserungen. Warum also nicht das größte von allen nehmen (ich bitte zu bedenken, dass das Wetter grau und wir zu Fuß unterwegs waren)? Ja, warum eigentlich nicht. Wir sind ja nicht aus Zucker, das Brett war gut verpackt und wir ahnten schon wie sich unsere Küchen freuen würde. Und wir sind auch ganz happy über die zusätzliche und dazu noch schöne Herd-Arbeitsplatte von Helo Heckelmann (s. oberes Foto).

Warum eigentlich nicht, mit einem überdimensionalen Holzbrett unter dem Arm, kurz vor der Haustür noch einmal „falsch“ abbiegen, um im Mercato Piazza (Eppendorfer Landstr. 144) nach außergewöhnlichen Kissen für die neuen Küchenstühle zu stöbern. Kurz überlegt. Schnell entschieden. Also, noch einen kleinen Slalom um all die hübschen Accessoires und Möbel hingelegt und natürlich erfolgreich gewesen. Die Kissenhüllen sind aus altem, strapazierfähigen Leinen und passen so wunderbar. Hach, herrlich.

Die Stühle haben wir uns übrigens redlich verdient. Statt drei Wochen haben wir fast neun Wochen auf sie gewartet. Deswegen habe ich auch bei Abholung der zwei bestellten Stühle, spontan noch zwei dazu gekauft. Wie? Die Logik versteht Ihr nicht? Naja, was man hat, hat man. Ich bleibe den Wohngeschwistern trotz des kleinen Aufregers weiterhin treu, denn die haben wirklich so viel Hübsches. Und die Hofküche ist wirklich herzig.

Cucinaria und die Wohngeschwister haben auch eigene Webshops. Also, liebe Nichthamburger, kein Grund zum Grummeln.

Und, über welche Küchenmitbewohner freut Ihr Euch jeden Tag auf’s Neue?

(Fotos: madamechoufleuse)

Darf ich vorstellen: Meine neue Frühstücksfreundin Matilde

Unverhoffte Ferien sind doch das Schönste. Ok, man hat keine „Ich-fahr-in-den-Urlaub-Vorfreude“, aber dafür kann man seinen Alltag mal wieder so richtig entspannt zuhause beginnen. Ich habe die Zeit genutzt und mich mal wieder einige Stunden im tollsten Supermarkt Hamburgs (Niemerszein am Mühlenkamp) aufgehalten. Ein herrliches Einkaufserlebnis. Echt.

Nachdem ich die Käsetheke leer gekauft, die großartigsten Süßigkeiten bestaunt und ein paar exotische Säfte eingepackt habe, verspürte  ich noch so ein kleines Bedürfnis nach Milchprodukten. Während meine Augen zwischen den verschiedensten Joghurts hin und her hüpften, musste ich einer älteren Dame Platz machen, drehte mich um und da sah ich sie. Direkt gegenüber vom Kühlregal. Ich wusste es sofort. Sie kommt aus Dänemark. Und ist so süß. Ja, so ist sie. Meine neue Freundin Matilde. Wir hatten uns zwar schon vor über einem Jahr kurz kennengelernt, dann jedoch leider wieder aus den Augen verloren. Was für ein Glück, dass sie mich dort aus dem Regal so verschmitzt anlächelte. Es war so, als hätten wir uns erst gestern gesehen. Ab sofort ist ein Frühstück ohne sie unvorstellbar.

Und, wer darf bei Deinem Frühstück nicht fehlen?

(Fotos: madamechoufleuse)

Ausflugstipp: De Gode Stuv in einem alten Bauernhaus mit Hexenküche und einem verwunschenem Garten

Seit dem ich im letzten Winter zum ersten Mal in  „De Gode Stuv“ von Esther Schilde köstliche und frische Hausmannskost gegessen habe weiß ich auch, dass es sie wirklich gibt. Sie leben in Niedersachsen. Die Elfen, Wichtel und Feen.Friedlich und glücklich leben sie gemeinsam in dem verwunschenen Garten vor Esther Schildes altem Bauernhaus. Ich gebe zu, es nicht ganz so romantisch, dass diese feinen und fabelhaften Geschöpfe gerade in Radbruch (ca. 45 Minuten von Hamburg entfernt) ihr Zuhause gefunden haben, aber wäre ich eine Elfe, ich würde auch bei Frau Schilde bleiben. In dem liebevoll gestalteten Garten, zwischen den duftenden Blumen und dem vielen Grün sitzen sie. Gut versteckt und doch für diejenigen, die gut hinschauen spür- und sichtbar. Jeder der kleinen Tischchen, an denen man z.B. am Nachmittag duftenden Kaffee und selbstgebackenen Kuchen genießen kann hat seine eigene kleine Geschichte. Umringt von Engeln, Feen und Elfen fühlt man sich in eine verwunschene Welt versetzt.

Über einen kleinen Gang, der sich durch den verträumten Garten schlängelt tritt man durch eine alte, schwere Holztür direkt in das wunderbare Bauernhaus. Der Duft von frischen Kräutern und die Wärme des Hauses und des vielen hübschen, nostalgischen und gemütlichen Trödel empfängt jeden einzelnen Gast. Kaum eine andere Person würde als Gastgeberin besser in De Gode Stuv passen als eben Esther Schilde. Mit ihrer freundlichen und doch bestimmten und einzigartigen Art begrüßt sie ihre Gäste und beschert allen einen unvergesslichen Abend in einer, man kann es wirklich so sagen, anderen Welt. Bevor ich die liebevoll handgeschriebene Karte lese, lass ich meinen Blick durch die Regale schweifen. Auch an der Decke und in den Ecken gibt es vielerlei hübschen Trödel zu entdecken. Und einiges, nicht alles, ist auch verkäuflich. Einfach die Gastgeberin darauf ansprechen.

Neben der leckeren Hausmannskost (Hirteneintopf, Salat, Schnitzel, Bratkartoffeln, Bauernfrühstück) gibt es bei Esther Schilde außerdem Bündner-Spezialitäten aus der Schweiz. Ja, sie ist nämlich in der Schweiz geboren, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Davos. Die Welt ist klein. Und mein Schatz bekam zum Dessert einen echten Kaffee-Lutz. Aus dieser Zeit berichtet Esther Schilde auch in ihrer Speisekarte. Eine wundervolle und rührende Geschichte. En Guete.

Ein wundervoller Zeitvertreib, während man auf sein Essen wartet. Für uns beide gab es: Paniertes Schnitzel mit den weltbesten Bratkartoffeln (das sagt auch mein Chefkoch) und einem einzigartigen Salat mit Nüssen, geriebener Karotte, vielen frischen Kräutern und einem 1A-Dressing (findet der Chefkoch auch). Alle Zutaten sind frisch und die Kräuter pflückt Esther Schilde täglich in ihrem Garten.

Besucht Esther Schilde doch mal in ihrem alten Bauernhaus, schlendert durch den kleinen verwunschenen Garten und lasst Euch das Essen in einer unvergleichbaren Atmosphäre schmecken. Übrigens, fragt nicht was es mit dem Überraschungsdessert auf sich hat. Ihr werdet zur Antwort genau das bekommen, dass es am schönsten ist, sich überraschen zu lassen.

Und, was sind Eure liebsten Ausflugsziele?

Adresse:
De Gode Stuv
Dorfmitte 5
21449 Radbruch
Tel.: 04178 543

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag (die genauen Uhrzeiten findet Ihr hier)

(Fotos: madamechoufleuse)

Extrem süß. Der Bonscheladen in Hamburg-Ottensen.

Da bin ich über ein Jahr fast täglich an diesem entzückenden Bonscheladen vorbei gelaufen und habe jedes Mal wieder vor mich hingemurmelt, dass ich da UNBEDINGT mal rein muss. Ich bin aus dem Büro quasi direkt in dieses Zucker-Paradies gefallen und in meiner letzten Woche hier in Ottensen habe ich es nun endlich geschafft die großartigen Bonschemacher zu besuchen. Und ich bin, wie der heiße Zucker, dahin geschmolzen. Dieser süße Duft von frisch gemachten Bonsches und Fudges erfüllt den kleinen Laden. In allen Farben des Regenbogens stehen die Lutschbonbons in hübschen Bonschegläsern in den Regalen.

Besonders toll ist es, dass direkt im Laden produziert wird. Beim Stöbern nach den Lieblingsbonsches kann man bei der Produktion dieser köstlichen Naschereien live zuschauen. Mehrmals täglich stellen die Bonschemacher fruchtige, tropische, sahnige, würzige und zuckerfreie Bonbons, wie auch gebrannte Mandeln und Nüsse und zarte Fudges her. Und wer ganz genau hingucken möchte, der sollte sich die Schauproduktion nicht entgehen lassen.

Alle Hamburger und „Zu-weit-weg-Wohner“ können durchatmen, denn der Bonscheladen hat einen eigenen Onlineshop. Ist das nicht lecker?

Viel Spaß beim Bonschelutschen. Und, welches sind Eure Lieblingssorten? Ihr könnt Euch nicht entscheiden? Dann empfehl ich Euch die Bunte-Mischung. Im schicken Quadratglas auch eine superduper Geschenkidee.

Und hier die Adresse zum Bonsche-Erlebnis:

Bonscheladen
Friedensallee 12
22765 Hamburg
Tel.: 040 – 415 475 67

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 11:00 – 18.30 h
Samstag 11:00 – 16:00 h
Montag geschlossen

(Fotos: Bonscheladen)

Nicht Brot noch Kuchen – aber lecker: Apfel-Zimt-Bruchen

Meine beiden Äpfel sahen im Vergleich zu den Bananen von Ohhh… Mhhh… wahrscheinlich noch aus wie das blühende Leben, doch gäbe es diesen Vergleich nicht, dann hätt man sie wohl schon sehr mitleidig angeschaut.
Wie gut also, dass ich dieses wirklich babyeierleichte Rezept bei Ohhh… Mhhh… entdeckt habe. Dahinscheidendes Obst, noch ein Ei im Kühlschrank, naja und die übrigen Zutaten sind doch eh meistens vorhanden. Schwuppdiwupp war das Brot fertig. Aber ein Brot war es eigentlich nicht. Naja, dann eben ein Kuchen. Ach nein, auch nicht wirklich ein Kuchen. Eben so eine Mischung. Ein Bruchen eben. Nicht sehr originell dieses Wortspiel, aber wahr.

Zutaten:
80 g Butter, 130 g Zucker, 1 Ei, 250 g Mehl, 2 TL Backpulver, 2 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz, Zimt, 2 Äpfel (oder 2 scheintote Bananen, Blaubeeren oder Aprikosen…)

Zubereitung:
1. Butter im Topf schmelzen.
2. Die geschmolzene Butter zum Zucker geben, mit dem Mixer schaumig schlagen. Das Ei dazugeben.
3. Mehl, Backpulver, Vanillezucker und das Salz miteinander vermischen und zum Teig geben. Die gewürftelten Äpfel dazu geben und mit Zimt würzen. Am besten jetzt mit den Händen kneten. Der Teig ist zwar sehr anhänglich, aber es geht besser als mit dem Rührer.
4. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und im vorgeheizten Ofen das Brot bei 190 Grad Umluft ca. 40 Minuten backen. Am besten nach 30 Minuten mal mit nem Holzstäbchen in den Teig pieksen. Wenn kein Teig mehr am Holz klebt, dann kann der Ofen aus und der Teig kann abkühlen.

Besonders lecker: lauwarm mit etwas Butter servieren.

Und, welches Obst langweilt sich in Deiner Obstschale?

(Fotos: madamechoufleuse)

Butter bei de Nudeln. Schmackhafte Tagliatelle mit Salbeibutter, Brokkoli und Pinienkernen

Ich bitte dringend um eine Erfindung. Eine Erfindung, die es möglich macht Gerüche über das Internet zu verbreiten. Denn wenn jetzt dieser köstliche Duft, der sich beim Kochen dieses Pasta-Gerichts in meiner Küche verbreitet hat, von meinem Rechner durch die elektronische Welt direkt Eure Geruchssinne erreichen würde, dann würdet Ihr alles stehen und liegen lassen, gerad noch dem Chef ein „Ich muss weg. In die Küche“ zurufen und zielstrebig in den Supermarkt Eures Vertrauens düsen, um von dort aus im Formel-1-Tempo in Eure Küche zu stürzen, um Euch ans Kochen zu machen…

Tja, gibt es aber noch nicht diese Erfindung. Macht nichts. Zum Glück isst ja auch das Auge mit. Und lecker sehen die Tagliatelle mit ihrem feinen Butterglanz doch aus. Oder?

Zutaten für 2 Personen:
350g Tagliatelle, 1 Staude Brokkoli, 80g Butter, 3 gute Esslöffel frischer Salbeiblätter, eine Handvoll Pinienkerne, Salz

Zubereitung:
1. Brokkoli-Staude in kleine Röschen zerlegen
2. Pinienkerne leicht anrösten und zur Seite stellen
3. Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und ordentlich salzen
4. Tagliatelle und  Brokkoli-Röschen ins kochende Salzwasser geben und ca. 7 Minuten kochen lassen (bis die Tagliatelle al dente sind)
5. Während Pasta und Brokkoli kochen, in einer Pfanne die Butter zerlassen, die Salbeiblätter hinzugeben, gold braun anbraten und die Pinienkerne hinzugeben
6. Nudelwasser abgießen.
7. Tagliatelle und die Brokkoli-Röschen auf die Teller verteilen, mit der Salbeibutter übergießen und nach Geschmack mit Parmesan bestreuen

Mhhh… das schmeckt. Na, dann ist doch alles Butter.

Guten Appetit.

(Fotos: madamechoufleuse)

Heldenhafter Wochenstart mit einem fruchtigen und mega leckeren Bircher-Müsli. En Guete.

Früüühhhstück ist fertig!
Hach, das Frühstück ist doch das Herrlichste am Tag. Kaffeeduft wabert durch die Wohnung, die Brötchen vom Bäcker um die Ecke sind noch warm, Käse und Aufschnitt sind auf einem hübschen Holzbrett drapiert und wenn wir richtig gut druf sind, dann gibt’s noch nen Obstsalat mit Vanillequark und einen frischgepressten O-Saft.

Da die Woche aber leider nur aus zwei Tagen Wochenende besteht, gibt es meist fünf Tage die Woche lediglich ein Kaffee-Frühstück. Aber heute nicht. Heute begann die Woche schweizerisch. Und zwar mit einem „I’ve got the Power für die Woche“-Bircher-Müsli. Großartig, ohne Montagsblues wie Super-Grobi in die Woche zu starten.

Und, startet Ihr auch als Superheld in die Woche?

Zutaten für 4 Personen:
2 Becher Haferflocken, 2 Äpfel, 300g gemischte Waldbeeren (am besten tiefgefrorene Mischung) , einen großen Becher Naturjoghurt, 1 Becher Schlagsahne, 250ml Milch, Honig

Zubereitung:
1. Die Haferflocken mit der Milch in eine Schüssel geben und im Kühlschrank, am besten über Nacht, „einweichen“ lassen.
2. Die „Haferflocken-Pampe“ in eine große Schüssel geben und den Naturjoghurt, die Sahne und die Waldbeerenmischung (ein paar für die Dekoration aufheben) hinzugeben. Gut durch rühren.
3. Die Äpfel raspeln und zu der Müsli-Mischung hinzugeben.
4. Nach Geschmack mit Honig süßen
5. Das Bircher-Müsli in Schüsselchen verteilen und mit ein paar Beeren dekorieren

Fertig. Lecker. En Guete und einen heldenhaften Start in die Woche.

(Fotos: madamechoufleuse)